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PROFECTRONICS
Schwerpunkt · Medienkonditionierung

Medienkonditionierung für Prüfstände

Konditionieranlagen stellen Temperatur, Druck, Volumenstrom und Feuchte als Randbedingung eines Versuchs. Profectronics legt sie für Prüfaufgaben von der Komponente bis zum Großmotorenprüffeld aus.

Bauformen

Konditionieranlage im Gestell und mobiler Prüfplatz

Profectronics baut Konditionieranlagen mit der Fluidik in einem Gestell. Prüfplätze baut Profectronics auch mobil auf Rollen.

Visualisierung · Konditionieranlage für Kühlmittel

Verrohrung im Gestell

Rohrleitungen aus Edelstahl, Plattenwärmeübertrager und Pumpe sind im Gestell der Konditionieranlage angeordnet.

Mobiler Prüfplatz

Prüfplatz auf Rollen mit Schutzhaube und Bedienpult. Abbildung: Anwendungen und Anlagenbeispiele.

Wirkkette

Vom Medium zum Prüfergebnis

Die Anlage verbindet Medium, Konditionierung, Regelung und Prüfprozess.

01

Medium

Wasser, Glykol, Öl, Dielektrika, Kraftstoff, Luft und Gas. Flüssig, gasförmig oder zweiphasig.

02

Konditionierung

Temperatur, Druck, Volumenstrom und bei Gasen die Feuchte. Bis 2,5 MW je Kreis.

03

Regelung

Vorsteuerung und Beobachter, adaptiv und prädiktiv. Regelabweichung stationär bis ± 0,1 K.

04

Prüfprozess

Bedienung, Meldungen und Freigabe. Protokoll je Prüflauf in Entwicklung und Serie.

Auslegung

Auslegungsbereich

Temperatur, Druck, Volumenstrom und thermische Leistung folgen der jeweiligen Prüfaufgabe.

GrößeBereich (Auslegung)Bemerkung
Medientemperatur, flüssige Medien−30 bis +120 °CJe Anwendung, siehe Abb. 1
Medientemperatur, Luft und Gase−30 bis +300 °CJe Anwendung, siehe Abb. 1
Volumenstrom3 L/h bis 180 m³/hFlüssige Medien
Volumenstrombis 8 000 m³/hLuft
Thermische Leistungbis 2,5 MWJe Kreis
Regelabweichung stationärbis ± 0,1 KIm Lastsprung bis ± 0,5 K
Temperaturgradient0,1 bis 4 K/sNach Prüfaufgabe
Feuchte10 bis 90 % relative FeuchteDampfbefeuchter, Adsorptionstrockner
KonformitätCEMaschinenverordnung (EU) 2023/1230 für Anlagen, die ab 20.01.2027 in Verkehr kommen oder in Betrieb gehen. Druckgeräterichtlinie, Niederspannungsrichtlinie und EMV-Richtlinie, ATEX nach Anforderung.
Medium

Medien und Anforderungen

Jedes Medium stellt eigene Anforderungen an Werkstoffe, Überwachung und Sicherheit.

MediumEinsatz und Anforderung
Wasser, entsalztKühlkreise und Chipkühlung. Leitfähigkeit überwacht.
Wasser-GlykolFahrzeugkreise und Motorkreise. Konzentration und Qualität überwacht.
ÖleSchmieröl und Thermalöl. Vakuumentgasung.0,5 bis 600 mPa·s
Dielektrische FluideDirektkühlung und Immersion. Auslegung auf Werkstoffverträglichkeit.
Kraftstoffe, e-FuelsNiederdruck und Hochdruck. Werkstoffe FKM, FFKM, PTFE und Edelstahl.
LuftLadeluft und Zuluft. Feuchte aktiv geregelt.
WasserstoffMessen und Konditionieren. Dichtheit, Spülkonzept und Freigabekette.
KältemittelZweiphasig, als Modul. Auslegung nach Stoffdaten.
Arbeitsbereich

Arbeitsbereich je Anwendung

Das Diagramm zeigt thermische Leistung und Medientemperatur je Anwendung.

Arbeitsbereiche je Anwendungsfeld ANWENDUNGSFELD THERMISCHE LEISTUNG JE KREIS MEDIENTEMPERATUR 0,1 kW 1 kW 10 kW 100 kW 1 MW 10 MW −30 0 +100 +200 +300 °C Kraftstoffe, e-Fuels BIS 500 BAR · KLEINE VOLUMENSTRÖME Luft und Gase FEUCHTE 10 … 90 % rF · WASSERSTOFF Komponenten, Elektronik KÜHLPLATTE · MODUL · CDU · DIELEKTRIKA Aggregate, Thermomanagement E-ANTRIEB · BATTERIE · WASSER-GLYKOL · ÖL Großmotoren, Prüffelder HT- UND LT-KREIS · SCHMIERÖL AUSLAUFENDE RÄNDER · BEREICHSGRENZEN SIND NICHT SCHARF
Abb. 1 · Arbeitsbereiche je Anwendung: thermische Leistung je Kreis und Medientemperatur. Die Bereichsgrenzen sind fließend.
Anlagen

Konditionieranlagen und Kalorimeter

Konditionieranlagen stellen Kühlmittel, Öl und Ladeluft als Randbedingung für den Prüfling bereit.

AnlageEinsatzKennwerte
KonditionieranlagenKühlmittel, Öl und Ladeluft als Randbedingung des Versuchs.bis 180 m³/h
Regelabweichung stationär ± 0,1 K
KalorimeterKondensatoren, Gaskühler, Kühler, Ladeluftkühler und Ölkühler.8 000 m³/h Luft
Regelabweichung stationär ± 0,1 K

Abbildungen beider Anlagen: Anwendungen und Anlagenbeispiele.

Für die Kältemittel R744 und R290 sind Druck und Explosionsschutz Teil der Auslegung. Kennwerte und Sicherheitskonzept stehen unter Wärmepumpen und Kältetechnik.

Regelungstechnik

Regelverfahren nach Streckeneigenschaft

Totzeit aus der Rohrlaufzeit, temperaturabhängige Streckenparameter und nicht messbare Zustände im Prüfling verlangen jeweils ein eigenes Verfahren.

REGELSTRUKTUR · ZUSTANDSREGELUNG MIT KALMAN-BUCY-FILTERSOLLWERTw(t)VORSTEUERUNGu​ff = G⁻¹(s)·wZUSTANDSREGLERu_fb = −K·x̂+u(t)STELLGLIEDRegelventiluANLAGENAUSSCHNITT · ISO 10628MWTPRÜFLINGx teilweise nicht messbarFT101TT102y(t) = [T, V̇]ᵀ + v · Messrauschen vKALMAN-BUCY-FILTERdx̂/dt = A·x̂ + B·u + L·(y − C·x̂)Innovation L·(y − C·x̂)x̂(t)PARAMETER-NACHFÜHRUNGθ̂ im Betrieb identifiziertA(θ̂), B(θ̂)K(θ̂) · Gain-SchedulingZUSTANDSSCHÄTZUNGy verrauschtx̂ geschätzt
Abb. 2 · Zustandsregelung mit Vorsteuerung, Kalman-Bucy-Filter und Parameter-Nachführung. Anlagenausschnitt nach ISO 10628, Kennzeichnung nach EN 62424. Werte beispielhaft.
VerfahrenStreckeneigenschaftWirkung
Modellbasierte VorsteuerungBekannte LaststellungDie Vorsteuerung berechnet den Arbeitspunkt, statt ihn über die Regelabweichung aufzubauen.
StörgrößenaufschaltungMessbarer LastwechselDie Störung wirkt auf das Stellglied, bevor sie die Regelgröße erreicht.
Smith-PrädiktorTotzeit aus RohrlaufzeitDer Prädiktor rechnet die Totzeit aus dem geschlossenen Kreis heraus.
Gain-SchedulingViskosität über TemperaturDie Reglerparameter folgen dem Arbeitspunkt statt einem Kompromiss.
Adaptive RegelungWechselnde Medien und PrüflingsmassenDie Regelung identifiziert die Streckenparameter im Betrieb und führt sie nach.
Prädiktive RegelungStellgrößenbeschränkung, LastzyklenSollwertfolge unter Beschränkung von Leistung und Stellweg.
Kalman-Bucy-FilterVerrauschte MessgrößenZustandsschätzung bei kleinen Temperaturdifferenzen.
Sliding-Mode-BeobachterModellunsicherheitRobuste Schätzung nicht messbarer Zustände im Prüfling.
Prüfprozess

Bedienung, Nachweis und Protokoll

Betriebsart, Sollwerte, Modellparameter, Meldungen und Freigabekette stehen auf einem Bildschirm. Jede Meldung hat eine Kennung, jeder Prüflauf ein Protokoll.

Bedienoberfläche eines Konditionierprüfstands Medienkonditionierung · Beispielansicht STRANG 1 · MEDIUM WASSER-GLYKOL HAND AUTOMATIK TIPP MESSBETRIEB 14:22:07 LAUFZEIT 04:18:32 ANLAGENÜBERSICHT P2 WT1 DUT TI 301 · VORLAUF 45,02 °C FIC 201 · VOLUMENSTROM 8,42 L/min PI 102 · VERTEILERDRUCK 3,84 bar SPRUNGANTWORT · VORLAUFTEMPERATUR TI 301 484338 3328°C SOLLWERT 45,0 °C · TOLERANZBAND ± 0,5 K SPRUNG 30 → 45 °C ZEIT · 10 MIN MIT VORSTEUERUNG · 96 s NUR REGLER · 268 s 96 s2,4 %± 0,1 K0,3 % AUSREGELZEIT IN DAS BANDÜBERSCHWINGEN REGELGÜTE STATIONÄRBLEIBENDE ABWEICHUNG SOLLWERTE · STRANG 1 Vorlauftemperatur 45,0 °C 62 % Volumenstrom 8,50 L/min 34 % Lastprofil aus Datei Lastzyklus_03 LADEN MODELLBASIERTE VORSTEUERUNG Streckenmodell aktiv, adaptiv nachgeführt ZEITKONSTANTE STRECKETOTZEIT MODELLGÜTEANTEIL VORSTEUERUNG 18,4 s2,1 s97,2 % 83 % der Rest läuft über den Regler MELDELISTE ZEITKENNUNGMELDUNGSTATUS 14:18:0214:16:3113:58:11 13:41:5513:40:03 TI 301REG 01TI 401 LSA 104SYS Sollwert erreicht, Toleranzband gehalten Streckenmodell nachgeführt, Güte 97,2 % Rücklauftemperatur nahe oberer Warngrenze Füllstand geprüft, Freigabe erteilt Medienwechsel abgeschlossen, Nullpunkt geprüft QUITTIERT INFO WARNUNG INFO INFO FREIGABEKETTE Not-Halt entriegeltSchutzhaube geschlossen Füllstand über MinimumDurchfluss über Minimum Medium bestätigt Gaswarnanlage offen START PAUSESTOPAUFZEICHNENPROTOKOLL NOT-HALT
Abb. 3 · Beispielansicht der Bedienoberfläche eines Prüfstands. Werte beispielhaft.
Weitere Schwerpunkte

Weitere Schwerpunkte und Anfrage

Für die Auslegung genügen 5 Angaben: Prüfling, Medium, Bereiche für Druck, Volumenstrom und Temperatur, Aufstellort und Termin. Ein Lastenheft hilft, ist aber keine Voraussetzung.