Beheiztes Bett
Kühlen hilft dem elementaren Iod, schadet aber dem Methyliodid und erhöht die Feuchte am Bett. Das Bett läuft daher bei 50 bis 100 °C, wo die Rückhaltung für Methyliodid am höchsten ist. Die Probenahmestrecke bleibt über dem Taupunkt.
Begehbare Messkabine für Iod-131 in der Luft. Vorfilter und TEDA-Kartusche im Wechsler, getrennt gezählt. Die Station zieht Radon über eine Konstante des Zerfallsschemas ab.
Die Station Iod misst nur Iod-131. Ein Aerosolspektrum und die Alpha- und Betaaktivität misst die ENVIRO Station Aerosol.

Iod tritt in 3 Formen auf, die sich verschieden verhalten. Ein Verfahren, das nur eine Form erfasst, misst nur einen Teil des Iods.
| Form | Kurzform | Verhalten |
|---|---|---|
| Elementares Iod | I₂ | Lagert sich physikalisch an der Kohle an. Die Rückhaltung steigt, je kälter das Bett ist. |
| Methyliodid | CH₃I | Reagiert chemisch mit der TEDA-Imprägnierung. Die Rückhaltung steigt mit der Temperatur. |
| An Aerosol gebunden | Partikel | Der Vorfilter fängt diesen Anteil. Der Anteil erreicht das Bett nicht. Die Station zählt ihn getrennt. |
Kühlen hilft dem elementaren Iod, schadet aber dem Methyliodid und erhöht die Feuchte am Bett. Das Bett läuft daher bei 50 bis 100 °C, wo die Rückhaltung für Methyliodid am höchsten ist. Die Probenahmestrecke bleibt über dem Taupunkt.
| Merkmal | Lösung | Grund |
|---|---|---|
| Geometrie | 50 bis 60 mm Durchmesser, Klasse CP-100 | passt auf jede Detektorfläche mit 2″ und 3″ |
| Rückhaltung | beheiztes Bett, 50 bis 100 °C | Praxis nach ISO 18417, höhere Rückhaltung für CH₃I |
| Zählung | Vorfilter und Kartusche getrennt | die beiden Erscheinungsformen bleiben getrennt |
Eine Kartusche mit 100 mm Durchmesser erreicht die geforderte Verweilzeit direkt. Für diese Größe gibt es weder einen Detektor noch eine Laborgeometrie. Die Station verwendet daher die Marktgeometrie mit 50 bis 60 mm.
Die Linie von Blei-214 bei 351,932 keV liegt 12,56 keV neben der Iodlinie bei 364,489 keV. Ein Natriumiodid-Detektor zeigt beide als einen Peak, der überwiegend aus Radon besteht.
Die Station läuft 1 Jahr ohne Besuch in einer Messkabine. Für diesen Betrieb passt ein Szintillator ohne Kühlung besser als Germanium. Germanium gibt es als Option in der ENVIRO Station Aerosol.
Neben jedem Iodwert steht der abgezogene Anteil im Fenster bei 364 keV. Die Übersicht Environmental Solutions beschreibt die Physik, die Auflösung der Detektoren und die Kompensationswege.
Die Station zählt 2 der 6 Stufen: Vorfilter und Kartusche.
| Stufe | Baugruppe | Ausführung |
|---|---|---|
| 01 | Ansaugkopf | Rundum wirkend, mit Lamellen, beheizt gegen Vereisung. |
| 02 | Probenahmestrecke | Über dem Taupunkt beheizt, Kondensatabscheider am tiefsten Punkt. |
| 03 | Vorfilter, gezählt | Glasfaserscheibe. Hält das partikelgebundene Iod und die Radonfolgeprodukte. |
| 04 | Kartusche, gezählt | TEDA-Kohle, 50 bis 60 mm, beheiztes Bett. Standzeit 2 Monate. |
| 05 | Gebläse | Geregelt, hält 6,0 m³/h über die gesamte Standzeit. |
| 06 | Gaszähler | Volumen bezogen auf 0 °C und 1 013 hPa. |
Die Station zählt den Vorfilter in seiner eigenen Geometrie und die Kartusche in ihrer. Partikelgebundenes und gasförmiges Iod bleiben immer getrennt.
Die Kartusche bleibt 2 Monate im Luftstrom. Die gemeldeten Fenster reichen von 1 Stunde bis 1 Woche. Bei 8,02 Tagen Halbwertszeit sättigt sich die gesammelte Aktivität, älteres Iod zerfällt.
Nach ISO 11929 bei 95 %, bei 6,0 m³/h, mit Detektor CeBr₃.
| Messstelle | 1 Stunde | 24 Stunden | 1 Woche |
|---|---|---|---|
| I-131 auf der Kartusche | 0,80 Bq/m³ | 40 mBq/m³ | 5,0 mBq/m³ |
| I-131 auf dem Vorfilter | 0,90 Bq/m³ | 45 mBq/m³ | 5,6 mBq/m³ |
Veröffentlichte Werte vergleichbarer Messgeräte liegen bei 0,5 bis unter 1 Bq/m³ in 1 Stunde und bei 44 mBq/m³ in 24 Stunden. Die Grenze der Station für 1 Stunde liegt mit 0,80 Bq/m³ in diesem Bereich. Eine Labormessung mit Germanium über 1 Woche erreicht rund 3 mBq/m³.
Ein kurzer Takt verkürzt die Reaktionszeit. Eine lange Integrationszeit senkt die Nachweisgrenze.
| Takt | I-131, ein Fenster | Verwendung |
|---|---|---|
| 2 Minuten | 4 bis 24 Bq/m³ · nicht ausgewiesen | Zustand von Wechsler und Durchfluss, Frühwarnung |
| 5 Minuten | 2,8 bis 10 Bq/m³ · nicht ausgewiesen | Fahnenverfolgung im Ereignis |
| 10 Minuten | 2,0 bis 4,8 Bq/m³ | Standardwert für die Meldung |
| 1 Stunde | 0,80 Bq/m³ · Auslegungswert | Vergleichspunkt am Markt |
| 24 Stunden | 40 mBq/m³ · Auslegungswert | Überwachungsgrenze |
Unter 10 Minuten schwankt der Radonbezug. Kurze Fenster zeigen die Schwankung des Radons und nicht das Iod. Die Station gibt Iod daher auf Fenstern ab 10 Minuten an.
Die Spannen für 2, 5 und 10 Minuten sind aus dem Wert für 1 Stunde abgeleitet. Die obere Grenze folgt aus 1/t, die untere Grenze aus 1/√t. Diese Spannen sind eine Näherung für das Zählfenster bei voller Belegung der Kartusche. Die Abhängigkeit mit 1/t² und 1/t1,5 in der Übersicht gilt für Sammelzeit gleich Zählzeit. Den Rechenweg der Nachweisgrenze mit der Emissionswahrscheinlichkeit von Iod-131 beschreibt die Übersicht Environmental Solutions.
Ein Gehäuse, ein Schrank, eine Ersatzteilliste. Betreiber beider Stationen halten einen Satz Verschleißteile vor und schulen das Personal einmal.

Die Station überwacht Tür, Zutritt und Eingriffe und meldet jedes Ereignis.
| Bereich | Lösung | Meldung |
|---|---|---|
| Tür | Stahl, Dreipunktverriegelung, mechanischer Schlüssel als Rückfall | Zustand im Kopf jeder Bildschirmansicht |
| Zutritt | RFID-Ausweis und PIN an der Tür, rollenbasiert | jeder Zutritt im Prüfprotokoll |
| Türkontakt | Überwachter Reedkontakt mit Sabotagelinie | TÜR OFFEN im Meldestrom |
| Eingriff | Sabotagekontakte an Schrankfront und Dachluke | Alarm, entfernt innerhalb von 1 Minute |
| Klima | Offene Tür setzt die Klimatisierung aus | Hinweis bei Überschreitung der eingestellten Öffnungsdauer |
Die Bauteile sind Auslegungsstand und noch nicht ausgewählt.
Dieselbe Oberfläche wie im ENVIRO GO und in der Station Aerosol. Die Station Iod ergänzt das Wechslermodul und zeigt den Radonanteil neben jedem Iodwert.
Spektrumansicht der gemeinsamen Software, Ausführung mit HPGe.

Jedes Ereignis mit Zeitstempel.

Kalenderraster, Trends und Berichte.

Bildschirmfotos aus der gemeinsamen Bediensoftware. Bediensprache Englisch, Werte beispielhaft, keine Messungen.
Ein Besuch im Jahr deckt alle Arbeiten ab.
| Arbeit | Abstand | Dauer |
|---|---|---|
| Kartusche und Vorfilter wechseln, durch den Wechsler | selbsttätig, alle 2 Monate | keine |
| Wechsler auffüllen, gebrauchte Kartuschen mitnehmen | jährlich | 15 Minuten |
| Prüfstrahler und Energiekalibrierung | selbsttätig, täglich | keine |
| Durchflusskalibrierung gegen Normal | jährlich | 1 Stunde |
| Wirkungsgradkalibrierung in Kartuschengeometrie | jährlich | 2 Stunden |
Die gebrauchte Kartusche geht unverändert ins Labor. Umfüllen, Wiegen und Umpacken entfallen. Das Labor zählt in derselben Geometrie wie die Station.
Standarddetektor CeBr₃. NaI(Tl) gibt es als Option.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Durchfluss | 6,0 m³/h nominal, geregelt 3 bis 12 m³/h |
| Vorfilter | Glasfaserscheibe für partikelgebundenes Iod |
| Sorbens | TEDA-Kohle 5 %, 50 bis 60 mm, Marktgeometrie, Klasse CP-100 |
| Rückhaltung | beheiztes Bett, 50 bis 100 °C, Praxis nach ISO 18417 |
| Detektor | CeBr₃ 2″ × 2″, rund 3,2 % bei 662 keV |
| Abschirmung | 50 mm Blei, rundum, Auskleidung aus Kupfer und Zinn |
| Radonabzug | Pb-214 bei 295,2 keV, festes Verhältnis 1,933 |
| Kartuschenwechsler | selbsttätig, alle 2 Monate, Vorrat für 1 Jahr an Bord |
| Messkabine | ISO-Container 10′, rund 2,3 t |
| Versorgung | 230 V, 50 Hz, rund 0,6 kVA |
| Bildschirm | 1920 × 1080, berührempfindlich, Bedienflächen ab 20 mm |
| Schnittstelle | Ethernet, Router als Option, N42.42, EURDEP, IRIX, Modbus TCP |
Detektorwerte stammen aus den Datenblättern der Bauteilhersteller. Alle übrigen Angaben sind Auslegungswerte. Die Daten verlassen die Messkabine über ein Ethernetkabel. Eine Funkstrecke gibt es nur auf Wunsch.
Die Messkabine kommt vollständig verdrahtet, mit Werkskalibrierzeugnis und Kartuschenvorrat für 1 Jahr.
Die Messkabine ist gebaut. Die Iod-Messkette in der Messkabine ist noch nicht typgeprüft.
Jede Leistungsangabe auf dieser Seite ist ein Auslegungswert oder ein Erfahrungswert. Detektorwerte stammen aus dem Datenblatt des Herstellers.
Die Auslegung folgt IEC 60761-1 und -4, IEC 61171, ISO 18417 und ISO 11929. Die Angabe „geprüft nach“ steht erst nach bestandener Typprüfung. Iodmessgeräte fallen unter IEC 60761-4. Teil 2 behandelt Aerosole. Für die CE-Kennzeichnung nach EN 61326 und EN 61010 prüft ein externes Prüfhaus.
Die Station Iod ist für Standorte ausgelegt, an denen nur Iod gefragt ist. Für Aerosol und Iod gemeinsam klären wir im Gespräch, ob 2 Stationen oder eine Station Aerosol mit Iodstufe passen.
Die Nachweisgrenze einer kombinierten Lösung ist noch nicht festgelegt.