Der Faktor 2 berücksichtigt die gleichzeitige Probenahme und Zählung. Der Filter füllt sich erst während der Messung. Bei gleichbleibender Konzentration liegt die mittlere Aktivität auf dem Filter bei der Hälfte des Endwerts. Ohne den Faktor 2 ergibt die Rechnung eine Nachweisgrenze, die im Feld nicht erreichbar ist.
Bei einer Iodmessung ist B der Rest nach dem Radonabzug und nicht die Zählstatistik eines leeren Detektors. Der Radonabzug bestimmt darum die Nachweisgrenze für Iod-131.
Abhängigkeit von der Messzeit
Das Volumen wächst mit der Sammelzeit: V = Q · t bei konstantem Durchfluss Q. Die Zeit t steht damit zweimal im Nenner. Wenn der Untergrund gering ist, dann sinkt die Nachweisgrenze mit 1/t².
Wenn der Untergrund überwiegt, dann wächst B proportional zu t. Die Nachweisgrenze sinkt in diesem Fall mit 1/t1,5. Beide Fälle gelten für ein langlebiges Nuklid bei gleichbleibender Konzentration. Für Iod-131 begrenzt der Zerfall mit 8,02 Tagen Halbwertszeit den Gewinn bei langen Messzeiten.
Die Abhängigkeit mit 1/t² und 1/t1,5 gilt für Sammelzeit gleich Zählzeit. Die Taktspannen in den Tabellen der Stationen sind eine Näherung für das Zählfenster bei voller Belegung. Dort wächst das Volumen nicht mit der Zählzeit. Die Spannen folgen darum aus 1/t und 1/√t.
Untergrund aus einem Vorhersagemodell
Ein kompaktes Modell mit 2 verdeckten Schichten (64 und 32 Neuronen) koppelt 4 Hauptkomponenten des Spektrums mit Druck, Feuchte, Temperatur und einem Radonstellvertreter. Gegenüber einer festen Grundlinie sinkt der mittlere quadratische Fehler der Untergrundschätzung um 35 bis 50 %. Die gemeldeten Werte nach ISO 11929 rechnet die Software klassisch.
5 Prüfungen vor der Verwendung des Modells
Vollständigkeit der Eingangsgrößen, Verteilungsdrift über einen Kolmogorow-Smirnow-Test, Streubreite über 50 Durchläufe, physikalische Schranken und Bestätigung durch den Vorgesetzten. Jede Stufe hat einen definierten Rückfall auf die klassische Auswertung. Das Prüfprotokoll hält jede Entscheidung fest.
Eine Oberfläche für alle Messgeräte
Bildschirm 1920 × 1080, Bedienflächen mindestens 20 mm, mit Handschuh bedienbar. 3 Rollen und 11 einzeln vergebbare Rechte. Das Prüfprotokoll erfasst jede Handlung, die ein Ergebnis berührt. Für die begutachtende Stelle ist ein Lesezugang vorhanden.
Datenhaltung im Messgerät
Rohdaten im Raster von 2 Minuten, Bericht alle 10 Minuten, beide Werte einstellbar. Die Stationen halten zusätzlich einen Ringspeicher über mindestens 3 Jahre. Bei einem Verbindungsabbruch gehen keine Daten verloren. Das Messgerät überträgt die Daten nach, sobald die Verbindung wieder steht. Der verschlüsselte USB-Stick dient als Übergabekopie, nie als Original.