ENVIRO GO
Ein Luftaktivitätsmessgerät auf Rädern: Aerosole, gasförmiges Iod, Alpha, Beta und Gammaspektrometrie in einem Gehäuse, von einer Person in Stellung gebracht.
Anfahren, Mast ausfahren, ansaugen
Das Rad ist angetrieben, die Bremse gehört zum Lieferumfang: eine Person bringt 150 kg in Stellung, fährt den Mast aus und startet. Ein erster Anhaltspunkt liegt nach Minuten vor, eine belastbare Zahl in der Stunde.
- Masse
- 150 bis 170 kg
- Durchfluss
- 1 bis 6 m³/h
- Schutzart
- IP54
- Umgebung
- −10 bis 55 °C
Abb. 1 — Entwurfsdarstellung. Mast eingefahren, Kopf abgenommen: 550 × 1650 × 400 mm.
Sechs Stufen zwischen Außenluft und Ergebnis
Ansaugkopf
TSP-Kopf mit Wetterlamellen und Insektenschutz. Kopf für PM2,5 als Option.
Filterpad
PTFE über Aktivkohle, je 1700 mm², NFC-Chip im Dichtring.
Gebläse
Radial, bürstenlos, 24 V, 250 W. Durchfluss bleibt konstant, während sich das Pad zusetzt.
Alpha und Beta
Mirion PIPS, 1700 mm², 35 %. 55 keV Alpha, 30 keV Beta, spektral getrennt.
Gammaspektrometrie
NaI(Tl) oder HPGe in einer Bleikammer von 25 mm, ausgekleidet mit Kupfer und Zinn.
Volumen
Bezogen auf 0 °C und 1013 hPa, Sammelwirkungsgrad 0,95. Ergebnis in Bq/m³.
Das Pad trägt seinen Nachweis
Auf dem Chip stehen Padkennung und -typ, Gerätenummer, Anfang und Ende in UTC, Volumen und mittlerer Durchfluss, Kampagne und Zyklus, die sechs geführten Nuklide mit Aktivität und Nachweisgrenze, dazu Prüfsumme und Verweis auf den vollen Bericht.
Der Chip ist eine Kopie
Der vollständige Datensatz bleibt im Gerät. Ein Spektrum passt nicht auf einen NFC-Chip; was daraufpasst, ist das Profil der Messung und ein Verweis. Der Verweis zeigt in der Grundeinstellung auf das Gerät selbst — die Daten müssen den Standort nicht verlassen.

Abb. 2 — Ansaugkopf mit Wetterlamellen, Entwurfsdarstellung.

Abb. 3 — Ansicht Probenahme. Bediensprache Englisch, Werte beispielhaft.
Radon ist der eigentliche Gegner
Auf jedem Filterpad überwiegen die kurzlebigen Folgeprodukte des natürlichen Radon-222 die gesuchten künstlichen Nuklide um Größenordnungen. Ein Gerät, das darüber hinwegsieht, meldet Alarme, die es nicht gibt.
Abb. 4 — Alphaspektrum am Filter, schematisch. Halbwertsbreite 55 keV nach Herstellerangabe, Ausläufer zu niedriger Energie am künstlichen Strahler angedeutet.
Die Alphaspektroskopie trennt die Radonfolgeprodukte Polonium-218 bei 6,00 MeV und Polonium-214 bei 7,69 MeV von den künstlichen Alphastrahlern, allen voran Americium-241 bei 5,49 MeV, mit einer Korrektur für den Ausläufer zu niedriger Energie. Der Betakanal wird über das gemessene Verhältnis von Alpha zu Beta desselben Pads nachgeführt. Gesamt-Alpha und Gesamt-Beta werden nach der Kompensation in Bq/m³ gemeldet.
Zwei Detektoren, ein Gerät
Alles außer dem Gammadetektor ist in beiden Ausführungen gleich: Ansaugung, Pad, Gebläse, Siliziumdetektor, Software und Datenwege.
Szintillator
- NaI(Tl) 2″ × 2″ mit Photovervielfacher
- Auflösung rund 7 % bei 662 keV
- Ohne Kühlung, sofort messbereit
- Verstärkung gegen Temperatur stabilisiert
- Bibliothek mit 10 bis 15 Nukliden
- Bis 130 W geringere Leistungsaufnahme
Hochreines Germanium
- Ametek ORTEC HPGe, 40 % relative Ausbeute
- 1,90 keV bei 1,33 MeV, 0,87 keV bei 122 keV
- Elektrischer Kühler, 5 bis 8 h Abkühlzeit
- Verhältnis Peak zu Compton 64 : 1
- Bibliothek mit mehr als 50 Nukliden
- Deutlich besser bei langen Zählzeiten
Was das Gerät noch erkennt
Nach ISO 11929 bei 95 %, bei 4,0 m³/h und einem Radonpegel von 40 Bq/m³.
| Nuklid | S · 1 h | G · 1 h | S · 24 h | G · 24 h |
|---|---|---|---|---|
| Cs-137 | 1,0 Bq/m³ | 0,60 Bq/m³ | 60 mBq/m³ | 8,0 mBq/m³ |
| Cs-134 | 0,85 Bq/m³ | 0,50 Bq/m³ | 52 mBq/m³ | 6,6 mBq/m³ |
| I-131 | 0,95 Bq/m³ | 0,50 Bq/m³ | 58 mBq/m³ | 7,3 mBq/m³ |
| Co-60 | 1,0 Bq/m³ | 0,70 Bq/m³ | 60 mBq/m³ | 8,4 mBq/m³ |
| Am-241 · Alpha | 0,060 Bq/m³ | 0,060 Bq/m³ | 0,50 mBq/m³ | 0,50 mBq/m³ |
| Sr-90 · Beta | nicht angegeben | nicht angegeben | 4,5 mBq/m³ | 4,5 mBq/m³ |
| Gesamt-Alpha | 0,10 Bq/m³ | 0,10 Bq/m³ | 0,85 mBq/m³ | 0,85 mBq/m³ |
| Gesamt-Beta | 0,50 Bq/m³ | 0,50 Bq/m³ | 4,3 mBq/m³ | 4,3 mBq/m³ |
Alpha und Beta sind in beiden Ausführungen gleich — es ist derselbe Siliziumdetektor. In der Ausführung S verschlechtert sich die Grenze für Cs-134 etwa um den Faktor zwei, sobald Cs-137 überwiegt. Die Werte sind bewusst auf das Niveau gelegt, das vergleichbare Geräte im Feld zeigen, nicht auf das, was unser eigenes Modell vorhersagt. Das Modell ist besser. Wir behaupten es nicht, bevor die Typprüfung es gezeigt hat.
Probenahme und Zählung laufen gleichzeitig, das Pad füllt sich also erst während der Messung. Bei gleichbleibender Konzentration liegt die mittlere Aktivität auf dem Pad bei der Hälfte des Endwerts — daher der Faktor zwei.
Bildschirm am Griff, mit Handschuh bedienbar
1920 × 1080, Bedienflächen nicht kleiner als 20 mm. Dieselbe Software wie in den Kabinenstationen. Bediensprache Englisch.



Abb. 5 bis 7 — Bildschirmfotos aus der Bediensoftware. Werte beispielhaft, keine Messungen.
Zehn Minuten, aus einem Grund
Was beide Ausführungen unterscheidet
| Größe | ENVIRO GO S | ENVIRO GO G |
|---|---|---|
| Gammadetektor | NaI(Tl) 2″ × 2″, PMT | Ametek ORTEC, 40 % rel. Ausbeute |
| Energieauflösung | rund 7 % bei 662 keV | 1,90 keV bei 1,33 MeV |
| Kühlung | keine | elektrischer Kühler |
| Messbereit | sofort | nach 5 bis 8 h Abkühlzeit |
| Nuklidbibliothek | 10 bis 15 Nuklide | mehr als 50 Nuklide |
| Peak zu Compton | nicht anwendbar | 64 : 1 |
| Leistungsaufnahme | bis 130 W geringer | 1,2 kVA bei voller Kühlung |
| Masse | 150 kg | 170 kg |
Was beide teilen
55 keV Alpha, 30 keV Beta
je 1700 mm², mit NFC-Chip
konstant, während das Pad lädt
Sammelwirkungsgrad 0,95
Auskleidung aus Kupfer und Zinn
Netz oder Generator, 10 m Kabel
Klimagerät hält unter 40 °C
im Freien unter Regenhaube
Mast eingefahren, Kopf ab
Wendekreis rund 1,2 m
eine Person stellt es auf
kein Funk, kein Mobilfunkmodem
Detektorwerte stammen aus den Datenblättern der Bauteilhersteller. Alle übrigen Angaben sind Auslegungswerte.
Was mitkommt und was dazukommt
Enthalten
- Gerät mit Ansaugkopf und Mast
- Klimagerät
- Kabeltrommel, 10 m
- Transportbecher, ohne Messgeometrie
- Feststellbremse und Stützfüße für den Mast
- Werkskalibrierzeugnis
- Kugelkalibrierung am Aufstellort, Standard
- Schnittstellenbeschreibung und Beispielclient
Auf Wunsch
- Ansaugkopf für PM2,5
- Externe unterbrechungsfreie Stromversorgung, empfohlen
- Externe Ansaugleitung
- Externes Ortsdosisleistungsmessgerät
- Ersatzpads und Dichtringe
- Fahrzeugbetrieb über Wechselrichter
- Laderampe
Das Gerät ist noch nicht gebaut. Jede Leistungsangabe auf dieser Seite ist ein Auslegungswert oder ein Erfahrungswert aus vergleichbaren Systemen; Detektorwerte stammen aus den Datenblättern der Bauteilhersteller. Eine Typprüfung am ersten Gerät wird sie bestätigen oder korrigieren.
Zu den Normen schreiben wir „Auslegung folgt“ — IEC 60761-1, -2 und -4, ISO 2889 und ISO 11929. „Geprüft nach“ steht erst dort, wo die Typprüfung bestanden ist. CE-Kennzeichnung nach EN 61326 und EN 61010 über ein externes Prüfhaus; die Maschinenverordnung ist über unsere eigene schriftliche Risikobeurteilung abgedeckt.
Welche Nachweisgrenze brauchen Sie, in welcher Zeit?
Nennen Sie uns Nuklid, geforderte Nachweisgrenze, Messdauer und den Aufstellort — dann sagen wir Ihnen, welche Ausführung passt und wo die Grenze des Verfahrens liegt.