Software
Die Oberfläche, mit der Ihre Leute täglich arbeiten.
Mechanik und Elektrik sind die halbe Anlage. Die andere Hälfte ist die Software: Bedienbild, Ablauf, Regelung, Grenzwerte, Kalibrierung und das Protokoll am Ende. Unten steht ein Ausschnitt davon zum Anklicken — die Containeranlage MK-12 mit vier Medienkreisen und 26 Messstellen. Die Werte sind simuliert, der Aufbau ist der echte.
Sechs Ansichten LabVIEW · Beckhoff · B&R · Siemens Bedienbar ohne Anmeldung Werte simuliert
MK-12Medienkonditionierung · Container 40 ft·Prüflauf
Sequenz KF-22 · Schritt 4 von 9 Laufzeit 00:14:26 Benutzer Prüfstandsführer
Fließbild MK-12 — vier Medienkreise, 26 Messstellen
Wasser/Glykol, Thermalöl, Kaltwasser und Gase in einem Container. Jede Messstelle trägt ihren Wert unmittelbar neben dem Kreis; ein Klick blendet den Verlauf der letzten 45 Sekunden ein. Die Leitungen sind anthrazit gezeichnet und werden türkis, sobald der Kreis durchströmt ist — schalten Sie einen Kreis ab und sehen Sie zu, was passiert.
ISO 10628 · IEC 60617
Das Fließbild ist breiter als der Bildschirm — seitlich schieben.
Laufende Messung — Zeiger, Balken, Schrieb
Zeigerinstrumente technischer Bauart mit Feinteilung, Warnmarke und Abschaltmarke: überfährt der Zeiger eine Marke, wechselt er die Farbe und ein Zeichen tritt hinzu — Farbe allein trägt keinen Zustand. Der Schrieb darunter zeigt vier Kanäle über der Zeit, mit zwei Achsen, Grenzwertband und Ereignismarken.
Aktualisierung 2 Hz
—
TI-01 · Vorlauf Wasser
im Band
—
TI-11 · Vorlauf Thermalöl
im Band
—
TI-41 · Prüfling Kern
im Band
Stellglieder und Durchflüsse
Temperaturen, Zeitfenster 180 s · Grenzwertlinien für TI-01 beschriftet · senkrechte Marken bei Schrittwechsel der Sequenz.
Volumenstrom — eigenes Bild, weil die Größe eine andere Achse braucht
Eine doppelte y-Achse ist im Hausstandard nicht zulässig — zwei Größen mit verschiedenen Einheiten bekommen zwei Bilder.
Ablauf KF-22 — neun Schritte, jeder mit seiner Freigabekette
Ein Schritt startet erst, wenn seine Vorbedingungen vollständig sind. Was fehlt, steht namentlich da — nicht als Sammelmeldung „nicht bereit". Wählen Sie links einen Schritt, um seine Kette und seine Sollwerte zu sehen.
Prüfvorschrift PT-2026-PRT-118
Schrittkette
Die Schaltflächen wirken nur in dieser Demo.
Schritt
——
Sollwerte in diesem Schritt
| Größe | Sollwert | Istwert | Zustand |
|---|
Freigabekette
Meldeliste
| Zeit | Klasse | Quelle | Meldung | Quittierung |
|---|
Regelkreise — Beiwerte an der simulierten Strecke
Jeder Kreis wird an einer Strecke aus Verzögerung erster Ordnung und Totzeit ausgelegt. Verstellen Sie Kp, Ti, Td oder die Totzeit und sehen Sie die Sprungantwort mitrechnen. Die fünf Kennwerte darunter stehen gegen die Grenzen aus der Abnahmevorschrift — was daneben liegt, steht rot da.
Abnahme nach PT-2026-DOK-042
Vorlauftemperatur Wasser
—Was die Abnahme verlangt
- Ausregelzeit höchstens 120 s auf ± 0,5 K.
- Überschwingen höchstens 8 % der Sprunghöhe.
- Bleibende Regelabweichung kleiner 0,2 K.
- Stellgrößenreserve mindestens 15 % im Beharrungszustand.
Stellgröße — eigenes Bild
Grenzwerte — Art, Hysterese, Verzug, Reaktion
Jede Messstelle trägt ihre eigene Grenze. Die Art bestimmt, welche Felder wirken; die Hysterese verhindert, dass eine Meldung an der Grenze flattert; die Ansprechverzögerung hält kurze Spitzen zurück, die keine Aussage über den Prüfling treffen. Wählen Sie links eine Zeile und ändern Sie die Werte — das Schaltverhalten rechts rechnet mit.
Stufe: Prüfstandsführer
Vorlauftemperatur
TI-01 · Vorlauf Kühlkreis
Messbereich −20 bis +90 °C
Meldung in der Liste, Sequenz läuft weiter
Schaltverhalten
—Die Meldung kommt beim Überschreiten der oberen Grenze und fällt erst zurück, wenn der Wert um die Hysterese darunter liegt.
Wirkung auf die Anlage
- Der Grenzwert wirkt nur in den oben gewählten Zuständen. Beim Anfahren gilt bewusst ein weiteres Band als im Prüflauf.
- „Abstellen" fährt die Sequenz geordnet herunter — es ist kein Not-Halt. Der Not-Halt ist verdrahtet und liegt nicht in der Software.
- Jede Änderung an dieser Maske steht mit Benutzer, Zeitstempel und altem Wert im Änderungsprotokoll der Anlage.
Hinterlegte Grenzwerte
| Messstelle | Kennzeichen | Art | Unten | Oben | Hyst. | Verzug | Reaktion | Zustand |
|---|
Kalibrierung — vom Rohsignal zum Messwert
Der Aufnehmer liefert ein Rohsignal, die Software macht daraus einen Messwert. Vier Verfahren stehen zur Wahl. Die Kennlinie rechts zeigt Ihre Eingabe in Türkis, die Werkskennlinie als graue Strichlinie dahinter und das laufende Rohsignal in Gelb. Die Prüfpunkte darunter bewerten gegen die Toleranz.
Rückführbar nach DAkkS-Normal
Pt100 4-Leiter · Rohsignal 80 bis 140 Ω · Messbereich −20 bis +90 °C
Zwei Prüfpunkte genügen, solange der Aufnehmer im Bereich linear ist. Pt100 erfüllt das im Rahmen der Toleranz.
Prüfpunkte gegen Toleranz
| Prüfpunkt | Referenz | Anzeige | Abweichung | Bewertung |
|---|
Toleranz ± 0,3 °C nach Klasse A. Eine überschrittene Zeile sperrt die Übernahme, bis der Punkt neu aufgenommen ist.
Plattformen
Wir schreiben in der Sprache Ihres Hauses
Ein Prüfstand steht selten allein. Er steht in einem Werk, in dem schon eine Steuerungswelt gilt — und Ihre Instandhaltung soll die Anlage nach der Abnahme selbst öffnen können. Deshalb legen wir uns nicht auf eine Plattform fest, sondern arbeiten in der, die bei Ihnen bereits läuft.
Messtechnik und Prüfablauf
LabVIEW
Wir sind NI Alliance Partner und schreiben seit Jahren in LabVIEW: Bedienoberfläche, Messwerterfassung, Prüfablauf und Protokoll. Dazu TestStand für die Ablaufsteuerung in der Serie, PXI und C-Serie für die Erfassung, TDMS als Messdatenformat.
SPS
Beckhoff
TwinCAT 3 mit strukturiertem Text nach IEC 61131-3, TwinCAT HMI für das Bedienbild, EtherCAT als Feldbus, TwinSAFE für die sichere Ebene. Unsere Standardwahl, wenn Messtechnik und Steuerung eng zusammenrücken.
SPS
B&R
Automation Studio mit mapp-Bausteinen, POWERLINK und openSAFETY. Bei Häusern, in denen Bernecker + Rainer gesetzt ist, bauen wir die Anlage vollständig in dieser Welt — ohne Fremdkörper daneben.
SPS
Siemens
TIA Portal mit SIMATIC S7-1200 und S7-1500, SCL und Kontaktplan, WinCC als Visualisierung, PROFINET und PROFIsafe. Der Weg für Werke, deren Instandhaltung ohnehin Siemens spricht.
Programmiert wird in den Sprachen der IEC 61131-3 — welche davon, entscheidet die Aufgabe und nicht der Geschmack. Regelalgorithmen und Rechenwerke in strukturiertem Text, Verriegelungen im Kontaktplan, Abläufe in der Ablaufsprache.
- ST · Strukturierter Text
- FUP · Funktionsbausteinsprache
- KOP · Kontaktplan
- AS · Ablaufsprache
- G · LabVIEW
- C# · Auswertung und Schnittstellen
- Python · Nachrechnung und Prüfmittelverwaltung
Was wir übergeben, ist der Quelltext — kommentiert, mit Änderungsprotokoll und Bibliotheksstand. Es gibt keinen verschlossenen Baustein, den nur wir öffnen können. Das ist keine Großzügigkeit, sondern die Bedingung dafür, dass eine Anlage fünfzehn Jahre läuft.
Was Sie oben gesehen haben
Sechs Ansichten, ein Gedanke
Die Oberfläche ist kein Beiwerk zum Prüfstand, sondern der Teil, den Ihre Leute jeden Tag anfassen. Sie ist nach einer Regel gebaut: Was für die nächste Entscheidung gebraucht wird, steht auf dem Bildschirm — und nichts sonst.
Ablesen statt suchen
Im Fließbild steht jeder Wert neben seiner Messstelle. Die Leitung wird türkis, sobald sie durchströmt ist; wer wissen will, ob ein Wert steht oder wegläuft, klickt die Messstelle an und sieht die letzten 45 Sekunden — ohne das Bild zu verlassen.
Farbe trägt nie allein
Gelb heißt Grenzwert, Rot heißt Störung, Grün heißt Betriebszustand. Jeder farbige Zustand trägt zusätzlich ein Zeichen und einen Text — damit die Anlage auch für Farbfehlsichtige und auf einem verblichenen Hallenmonitor lesbar bleibt.
Kein Schritt ohne Freigabe
Jeder Sequenzschritt trägt seine eigene Freigabekette. Was fehlt, steht namentlich da — nicht als Sammelmeldung „nicht bereit". Das spart die halbe Fehlersuche an einem Montagmorgen.
Aufbau
Was hinter der Oberfläche liegt
Die Bedienoberfläche ist die oberste von fünf Schichten. Darunter liegen Ablauf, Regelung und Messwertaufbereitung, ganz unten die verdrahtete Sicherheit — und die ist bewusst keine Software.
- BedienungBedienbild, Sequenzeditor, Grenzwerte, Kalibrierung, Meldeliste, Benutzerverwaltung mit Stufen vom Beobachter bis zum Instandhalter. Jede Stufe sieht, was sie braucht, und darf, was sie verantworten kann.
- AblaufSequenzen aus Schritten mit Vor- und Nachbedingungen. Ein Schritt startet erst, wenn seine Freigabekette vollständig ist — Sicherheit, Medium, Anlage. Sequenzen lassen sich im Klartext bearbeiten und versionieren.
- RegelungRegelkreise mit Kp, Ti, Td und Totzeit, Sprungantwort gegen ein Toleranzband geprüft. Die Beiwerte stehen in der Anlagendatei und werden bei der Werksabnahme protokolliert, nicht am Telefon durchgegeben.
- MesswerteKalibrierung je Aufnehmer, rückführbar auf ein Normal. Rohsignal, Kennlinie und Prüfpunkte bleiben getrennt gespeichert, damit eine Nachkalibrierung die Messhistorie nicht überschreibt.
- SicherheitNot-Halt, Sicherheitskreise und Verriegelungen sind verdrahtet und in TwinSAFE, openSAFETY oder PROFIsafe abgebildet — nicht in der Bedienoberfläche. Die Software kann eine Sequenz anhalten, aber keinen Sicherheitskreis überbrücken.
- DatenMessdaten als TDMS oder CSV, Protokoll als PDF. Anbindung an Ihr Prüfdatenmanagement auf Wunsch; wir schreiben keine Daten in eine Wolke, die Ihnen nicht gehört.
Abgrenzung
Was diese Demo nicht ist
Oben läuft ein Ausschnitt im Browser. Die echte Oberfläche läuft am Prüfstand auf einem Industrierechner, spricht mit der Steuerung und schreibt in eine Datei — sie sieht gleich aus, kann aber mehr. Bewusst reduziert ist hier: 26 Messstellen statt einiger hundert, ein Container statt der ganzen Halle, simulierte Werte statt gemessener. Die Bedienlogik, die Maße und die Zustände sind dieselben.
Wenn Sie die Oberfläche im Betrieb sehen möchten: wir zeigen sie an einer laufenden Anlage in Neuhofen an der Krems, oder wir spiegeln Ihnen den Bildschirm in einer Videoschaltung.
Sagen Sie uns, was bedient werden soll.
Für ein erstes Gespräch genügt: welche Messstellen, welche Abläufe, welche Protokolle am Ende herauskommen sollen, welche Steuerungswelt bei Ihnen gilt — und ob eine bestehende Anlage nachgerüstet oder eine neue gebaut wird.