Zum Inhalt springen
← Environmental Solutions Environmental · Kabine · Aerosole

ENVIRO Station Aerosol

Eine begehbare Messkabine, die zwei Monate ohne Besuch auskommt: jeden Tag ein frischer Filter aus einem Magazin für sechzig, Alpha, Beta und Gammaspektrometrie am Filter.

Die Station

Eine Station, die sich selbst versorgt

Das Gebäude ist Teil des Messgeräts. Die Elektronik sieht das Wetter nie — draußen −30 bis +50 °C, drinnen geregelte 5 bis 35 °C.

01 Zieht durchgehend Luft Ein beheizter Rundumkopf auf dem Dach, eine konditionierte Probenahmestrecke und ein geregeltes Gebläse, das 6,0 m³/h hält — auch dann noch, wenn der Filter zusetzt.
02 Sammelt täglich auf frischem Filter Ein Magazin fasst sechzig Rundfilter mit 47 mm Durchmesser. Der Vorschub folgt einem Zeitplan, den Sie setzen. Nichts muss eingefädelt werden, nichts reißt.
03 Misst, während weiter angesaugt wird Alpha und Beta werden am Filter gezählt, während die Luft weiterströmt. Der Gammadetektor blickt aus einer Bleikammer mit 50 mm Wandstärke, rundum, auf denselben Filter.
04 Läuft zwei Monate auf einem Magazin Klimatisierung, Wetterstation und ein Ringspeicher über drei Jahre. Ein Besuch tauscht das Magazin und nimmt die belegten Filter ins Labor mit — zwanzig Minuten alle sechzig Tage.
Kabine
ISO 10′ · 2991 × 2438 × 2591 mm
Masse
rund 2,6 t
Durchfluss
6,0 m³/h nominal
Standzeit
60 Tage
Messkette

Fünf Stufen zwischen Außenluft und Ergebnis

01

Ansaugkopf

Rundum wirkend, mit Lamellen und beheizt, damit Vereisung ihn nicht schließt.

02

Probenahmestrecke

Über dem Taupunkt beheizt, am tiefsten Punkt ein Kondensatabscheider.

03

Filter

Rundfilter mit 47 mm Durchmesser aus dem Magazin, mit NFC-Chip.

04

Gebläse

Geregelt, hält 6,0 m³/h auch dann noch, wenn der Filter zusetzt.

05

Gaszähler

Volumen bezogen auf 0 °C und 1013 hPa, Sammelwirkungsgrad 0,99.

Zählung

Alpha und Beta am Filter

PIPS-Detektor mit 1700 mm², 55 keV Alpha und 30 keV Beta, spektral getrennt.

Zählung

Gammaspektrometrie

Szintillator oder Germanium in einer Bleikammer mit 50 mm Wandstärke, rundum, ausgekleidet mit Kupfer und Zinn.

Ergebnis

Aktivitätskonzentration

Je Nuklid in Bq/m³, mit Unsicherheit, Erkennungs- und Nachweisgrenze nach ISO 11929.

Beide Detektoren sitzen am Filter, nicht dahinter. Alpha und Beta werden gezählt, während die Luft weiterströmt; der Gammadetektor blickt aus der Bleikammer auf denselben Filter. So gehören alle drei Ergebnisse zu derselben Probe und derselben Zeitscheibe.

Blick in die Kabine auf den Messschrank mit Bildschirm und Tastaturauszug

Abb. 1 — Messschrank in der Kabine. Bildschirm auf Augenhöhe, Tastaturauszug darunter.

Messschrank der Station als Entwurfsdarstellung

Abb. 2 — Entwurfsdarstellung des Schranks. Filtermagazin in der Schublade, Detektoren im Sockel.

MagazinSechzig Filter, ein WechselDer belegte Filter kommt als ganze Scheibe in die Laborschale. Auf dem Weg dorthin liest ein Telefon den Chip — die Probe verliert ihren Zusammenhang nie.
Auf dem ChipStation, Zeit, Volumen, ErgebnisBeim Auswurf werden Stationskennung, Startzeit, Volumen, Durchfluss und das gemessene Ergebnis auf den Chip geschrieben. Der vollständige Datensatz bleibt in der Station.
Untergrund

Radon setzt die eigentliche Grenze

Nicht die Zählstatistik begrenzt die Station, sondern der natürliche Untergrund. Iod-131 strahlt bei 364,489 keV, die stärkste Radonlinie — Blei-214 — bei 351,932 keV. Auf einem Natriumiodid-Detektor kommen beide als ein Peak an, und dieser Peak besteht überwiegend aus Radon.

0,0 0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 300 320 340 360 380 400 ENERGIE KEV ZÄHLRATE NORMIERT Pb-214 · 351,932 I-131 · 364,489 NaI(Tl) · FWHM 34 keV CeBr₃ · FWHM 16 keV HPGe · FWHM 1,05 keV

Abb. 3 — Trennung der beiden Linien bei drei Auflösungen, schematisch. Jede Kurve auf ihr eigenes Maximum bezogen.

KompensationswegWie er arbeitetBelastbarkeit
TrapezverfahrenZwei empirische Seitenfensterschwach am Rand des Auswertefensters
Bezug auf Wismut-214Ein anderes Nuklid als Bezugdas Gleichgewicht driftet
Blei-214 bei 295,2 keVDasselbe Nuklid, festes Verhältnis 1,933zeitlich unveränderlich

Wir gehen den dritten Weg. Beide Linien stammen von Blei-214, ihr Intensitätsverhältnis kann daher nicht driften — es ist eine Konstante des Zerfallsschemas und keine Kalibrierung.

Ausführungen

Eine Station, zwei Detektoren

Kabine und Luftweg sind in beiden Ausführungen gleich. Alpha und Beta ebenso: derselbe Siliziumdetektor mit 1700 mm², dasselbe Bauteil wie im ENVIRO GO.

Ausführung A — S

Szintillator

  • NaI(Tl) 3″ × 3″ mit Photovervielfacher
  • Auflösung rund 7 % bei 662 keV
  • Ohne Kühlung, sofort messbereit
  • Bibliothek mit 10 bis 15 Nukliden
  • Geringere Anschlussleistung, einfachere Wartung
Ausführung A — G

Hochreines Germanium

  • Koaxiales HPGe, 50 % relative Ausbeute
  • 1,90 keV bei 1,33 MeV
  • Elektrischer Kühler, kein flüssiger Stickstoff
  • Bibliothek mit mehr als 50 Nukliden
  • Trennt Linien, die ein Szintillator zusammenzieht
Offen ausgelegtJeder Detektor, dem Sie vertrauenEs passt jeder Detektor, dessen Stirnfläche den Filter mit 47 mm Durchmesser abdeckt — NaI(Tl), CsI(Tl), CeBr₃, LaBr₃, koaxiales HPGe. Jeder wird bei der Beschaffung einzeln bewertet.
Kein UmbauEin anderer Detektor ist ein RechenlaufDer Wirkungsgrad wird je Detektor und Geometrie mit Geant4 gerechnet und mit Prüfstrahlern bestätigt. Kammer, Abschirmung und Software bleiben, wie sie sind.
Nachweisgrenzen

Was die Station noch erkennt

Nach ISO 11929 bei 95 %, bei 6,0 m³/h und einem Radonpegel von 40 Bq/m³.

NuklidS · 1 hG · 1 hS · 24 hG · 24 h
Cs-1370,50 Bq/m³0,10 Bq/m³25 mBq/m³5,0 mBq/m³
Cs-1340,44 Bq/m³0,085 Bq/m³22 mBq/m³4,2 mBq/m³
I-131 · am Filter0,48 Bq/m³0,092 Bq/m³24 mBq/m³4,6 mBq/m³
Co-600,52 Bq/m³0,11 Bq/m³26 mBq/m³5,3 mBq/m³
Gesamt-Alpha0,40 Bq/m³0,40 Bq/m³20 mBq/m³20 mBq/m³
Gesamt-Beta0,60 Bq/m³0,60 Bq/m³30 mBq/m³30 mBq/m³

Alpha und Beta sind in beiden Ausführungen gleich. I-131 meint hier den partikelgebundenen Anteil auf dem Filter — für gasförmiges Iod gibt es die Station Iod. Die Werte liegen bewusst innerhalb des Bereichs, den vergleichbare Stationen im Feld zeigen, und nirgends jenseits des besten veröffentlichten Werts.

Takt kauft Zeit, Integration kauft Empfindlichkeit

TaktCs-137, ein FensterWofür er taugt
2 Minuten3 bis 15 Bq/m³Anlagenzustand und Frühwarnung
5 Minuten1,7 bis 6 Bq/m³Fahnenverfolgung im Ereignis
10 Minuten1,2 bis 3 Bq/m³der Standardwert für die Meldung
1 Stunde0,50 Bq/m³ · Auslegungswertverschachteltes Fenster, immer mitgerechnet
24 Stunden25 mBq/m³ · AuslegungswertÜberwachungsgrenze

Takt und Integration sind entkoppelt: jeder Bericht führt die verschachtelten Fenster über 10 Minuten, 1 Stunde und 24 Stunden mit. Ein kurzer Takt kauft daher Reaktionszeit, keine Empfindlichkeit. Die Spannen decken die beiden Poisson-Bereiche ab, 1/t und 1/√t; die Ausführung mit Germanium verbessert jede Grenze etwa um den Faktor fünf.

c(NWG) = 2 · ( 2,71 + 4,65 · √B ) / ( ε · p · η · V · t )

Der Faktor zwei kommt daher, dass Probenahme und Zählung gleichzeitig laufen: der Filter füllt sich erst während der Messung, die mittlere Aktivität auf ihm liegt bei der Hälfte des Endwerts.

Die Kabine

Wüstenhitze, alpiner Winter

Die Kabine ist das Gehäuse des Messgeräts. Ein Splitgerät auf dem Dach und ein elektrisches Nachheizregister halten innen 5 bis 35 °C, während draußen −30 bis +50 °C herrschen. Der Ansaugkopf ist beheizt, damit Vereisung ihn nicht schließt; die Probenahmestrecke bleibt über dem Taupunkt, damit nichts auskondensiert.

Die Ausführung mit Germanium ist der Grund, warum die Kabinenluft unter 40 °C bleiben muss: der Kühler ist auf 40 °C Umgebung spezifiziert, nicht auf die 55 °C, die die Elektronik verträgt.

Außen
−30 bis +50 °C
Innen geregelt
5 bis 35 °C
Gründung
Betonplatte
Dieselbe Kabine unter Wüstenbedingungen und im alpinen Winter

Abb. 4 — Dieselbe Kabine, zwei Klimazonen. Entwurfsdarstellung.

Wer hineinkommt, und wer davon erfährt

BereichWie es gelöst istWas gemeldet wird
TürStahl, Dreipunktverriegelung, mechanischer Schlüssel als RückfallZustand im Kopf jeder Bildschirmansicht
ZutrittRFID-Ausweis und PIN an der Tür, rollenbasiertjeder Zutritt im Prüfprotokoll
TürkontaktÜberwachter Reedkontakt mit SabotagelinieTÜR OFFEN im Meldestrom
EingriffSabotagekontakte an Schrankfront und DachlukeAlarm, entfernt innerhalb einer Minute
KlimaOffene Tür setzt die Klimatisierung ausHinweis, wenn länger offen als eingestellt

Eine unbesetzte Station ist nur so gut wie ihre Tür. Jede Öffnung trägt eine Ausweiskennung und einen Zeitstempel; eine Öffnung außerhalb einer angekündigten Wartung löst Alarm aus. Die Bauteile sind Auslegungsstand und noch nicht ausgewählt.

Bedienung

Ein Bildschirm, vier beantwortete Fragen

Arbeitet sie gerade richtig? Was ist in der Luft? Was ist geschehen, während ich weg war? Was muss ich als Nächstes tun?

Bildschirm Spektrum mit angepassten Peaks und Nuklidtabelle
Spektrum · Nuklidtabelle mit Nachweisgrenze
Bildschirm Grenzwerte mit Schwellen und Reaktionen
Grenzwerte · Schwellen und Reaktionen
Bildschirm Meldungen mit Zeitstempeln
Meldungen · jedes Ereignis mit Zeitstempel
Bildschirm Magazin mit Position und Vorrat
Magazin · Position, Vorrat, Wechselhilfe
Bildschirm System und Fernmeldung
System · Zustand und Abgabe

Links Position, Resttage und die vierstufige Wechselhilfe. Rechts meldet sich die Station selbst: jede Abgabe an EURDEP, IRIX und N42.42 mit Zeitstempel, dazu der Nachtragsstand nach einer Unterbrechung.

Abb. 5 bis 9 — Bildschirmfotos aus der Stationssoftware. Bediensprache Englisch, Werte beispielhaft, keine Messungen.

P01Dauerbetrieb
P02Kampagne
P03Einzelfilter
P05Untergrund
P06Magazinvorschub
P07Abkühlen · Ausführung G
P08Energiekalibrierung
P10Selbsttest
Wartung

Eine halbe Stunde alle zwei Monate

ArbeitAbstandDauer
Filtermagazin tauschenalle 60 Tage20 Minuten
Prüfstrahler und Energiekalibrierungselbsttätig, täglichkeine
Durchflusskalibrierung gegen Normaljährlich1 Stunde
Wirkungsgradkalibrierung am Aufstellortjährlich2 Stunden
Wartung der Klimatisierungjährlich1 Stunde

Die tägliche Prüfstrahlermessung läuft ohne Anwesenheit. Driftet sie aus ihrem Fenster, sagt die Station das im selben Meldestrom wie die Messwerte — das Problem erreicht Sie, bevor die Daten falsch werden.

Technische Daten

Was die Ausführungen unterscheidet

GrößeStation A — SStation A — G
GammadetektorNaI(Tl) 3″ × 3″, PMTHPGe, 50 % relative Ausbeute
Energieauflösungrund 7 % bei 662 keV1,90 keV bei 1,33 MeV
Kühlungkeineelektrischer Kühler
Messbereitsofortnach 5 bis 8 h Abkühlzeit
Nuklidbibliothek10 bis 15 Nuklidemehr als 50 Nuklide
Anschlussleistungrund 0,9 kVArund 1,6 kVA
Masse betriebsbereitrund 2,6 trund 2,6 t

Was beide teilen

Durchfluss6,0 m³/h nominal
geregelt 3 bis 12 m³/h
Alpha und BetaPIPS 1700 mm², 35 %
55 keV Alpha, 30 keV Beta
FilterRundfilter 47 mm, mit NFC-Chip
Magazin für 60, 60 Tage
WetterstationDruck, Feuchte, Temperatur
Niederschlag und Wind, auf dem Dach
Abschirmung50 mm Blei, rundum
Auskleidung aus Kupfer und Zinn
Volumen0 °C und 1013 hPa, kompensiert
Sammelwirkungsgrad 0,99
Versorgung230 V, 50 Hz
externe USV empfohlen
Umgebungstemperatur−30 bis +50 °C außen
5 bis 35 °C innen geregelt
KabineISO-Container 10′
2991 × 2438 × 2591 mm
Bildschirm1920 × 1080, berührempfindlich
Bedienflächen ab 20 mm
SchnittstelleEthernet, Router als Option
N42.42, EURDEP, IRIX, Modbus TCP
Daten2 Minuten bis Stunden, 10 empfohlen
Ringspeicher mindestens 3 Jahre

Detektorwerte stammen aus den Datenblättern der Bauteilhersteller. Alle übrigen Angaben sind Auslegungswerte.

Lieferumfang

Was mitkommt und was dazukommt

Im Lieferumfang

Enthalten

  • Kabine mit Schrank, vollständig verdrahtet
  • Ansaugkopf, Mast und Probenahmestrecke
  • Klimatisierung und Heizung
  • Wetterstation auf dem Dach
  • Filtermagazin mit 60 Filtern
  • Werkskalibrierzeugnis
  • Wirkungsgradkalibrierung am Aufstellort
  • Schnittstellenbeschreibung und Prüfclient
Optionen

Auf Wunsch

  • Germaniumdetektor, Ausführung G
  • Ansaugkopf für PM2,5
  • Externe unterbrechungsfreie Stromversorgung, empfohlen
  • Mobilfunkrouter
  • Ersatz-Filtermagazine
  • Kaminsonde nach ISO 2889
Stand der Entwicklung

Die Kabine gibt es, die Messkette darin ist noch nicht typgeprüft. Kabinen dieser Bauart sind gebaut worden und auf den Bildern zu sehen. Jede Leistungsangabe auf dieser Seite ist ein Auslegungswert oder ein Erfahrungswert aus vergleichbaren Systemen; Detektorwerte stammen aus den Datenblättern der Bauteilhersteller.

Zu den Normen schreiben wir „Auslegung folgt“ — IEC 60761-1 und -2, ISO 2889 und ISO 11929. „Geprüft nach“ steht erst dort, wo die Typprüfung bestanden ist. Als Aerosolmessgerät fällt diese Station unter IEC 60761-2; die Iodmessung nach -4 ist Sache der Station Iod. CE-Kennzeichnung nach EN 61326 und EN 61010 über ein externes Prüfhaus.

Anfrage

Aerosol oder Iod — welche Frage stellen Sie?

Ist gasförmiges Iod Ihre Frage, beantwortet sie die Station Iod: Vorfilter, Kartuschenwechsler und Radonabzug sind ihr ganzer Entwurf. Diese Station bleibt, was sie ist — die vollständige Partikelkette, ohne Anbau.